Ein passender Angebotspreis entscheidet oft darüber, wie schnell und erfolgreich eine Immobilie verkauft wird. Um diesen bestimmen zu können, ist eine professionelle Immobilienbewertung nötig. Eine Möglichkeit ist das Vergleichswertverfahren. Doch wie funktioniert das genau und welche Immobilien kommen für dieses Verfahren in Frage?
Das Vergleichswertverfahren fokussiert sich auf den realen Immobilienmarkt. Hierbei nutzen Makler und Gutachter tatsächliche Verkaufspreise aus der Umgebung, die aus notariellen Kaufverträgen stammen und von Gutachterausschüssen zusammengetragen und analysiert werden. „Diese Methode ermöglicht es uns, genau zu verstehen, was Käufer derzeit bereit sind zu zahlen“, erklärt Philipp Schmidt-Bovendeert, Geschäftsführender Gesellschafter von Dr. Schmidt-Bovendeert Immobilien im Westerwald.
Optimal für Eigentumswohnungen und Doppelhaushälften
Für Immobilienarten, die regelmäßig den Besitzer wechseln, wie Eigentumswohnungen und Doppelhaushälften, ist das Vergleichswertverfahren besonders vorteilhaft. Bei freistehenden Einfamilienhäusern ist diese Methode meist nur in Gegenden mit einem lebhaften Immobilienmarkt anwendbar, wo ausreichend Vergleichsobjekte für eine realistische Preiseinschätzung vorhanden sind.
Bei einzigartigen Immobilien sieht die Situation anders aus. Spezielle Bauweisen, exklusive Standorte oder große Grundstücke erschweren oft einen direkten Vergleich. „In solchen Fällen müssen wir auf zusätzliche Bewertungstechniken zurückgreifen, um den Wert präziser festzustellen“, bemerkt Schmidt-Bovendeert.
In urbanen Gebieten sind die Ergebnisse des Vergleichswertverfahrens oft sehr präzise, da hier viele Transaktionen stattfinden. In kleineren Orten wie im Westerwald sind jedoch weniger Vergleichsdaten verfügbar, was die Erfahrung eines ortskundigen Maklers umso wichtiger macht, um Preise korrekt zu bewerten.
Individuelle Anpassung notwendig: Jedes Objekt ist einzigartig
Zwar bilden reale Verkaufspreise die Basis, doch keine zwei Immobilien sind identisch. Selbst benachbarte Häuser können große Unterschiede aufweisen. Faktoren wie Zustand, Renovierungen, Lage oder Ausstattung können den Wert signifikant beeinflussen.
Vergleichspreise werden daher stets individuell angepasst. „Ein kürzlich renoviertes Haus ist oft mehr wert als ein vergleichbares, das renovierungsbedürftig ist. Eine vorteilhafte Lage, ein zeitgemäßer Grundriss oder eine exklusive Ausstattung können den Preis steigern, während Mängel oder eine weniger begehrte Lage den Wert mindern“, erläutert Schmidt-Bovendeert.
Eine akkurate Wertermittlung kombiniert daher aktuelle Vergleichsdaten mit praktischer Erfahrung. „Nur wenn diese beiden Aspekte zusammenfließen, entsteht ein Verkaufspreis, der im Markt bestehen kann und gleichzeitig das Potenzial der Immobilie voll ausschöpft“, fügt Schmidt-Bovendeert hinzu.
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Hinweise:
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s Sora
Chiffre: MKT_VER_7
